Geotourismus auf natürlichen Pfaden

Der nachhaltige Tourismus, den die deutschen Naturparks im Leitbild ihrer Dachorganisation, des Verbands Deutscher Naturparke e. V., verankert haben, ist in einer Variante auch Thema der Geoparks in Deutschland. Wenn von Geotourismus die Rede ist, hat er den konzeptionellen Zusammenhängen der deutschen Geoparks zu entsprechen.

Geowissenschaftliche Bildung

So legen sie Wert darauf, Nachhaltigkeit auch im Sinn derer zu pflegen, die als nachfolgende Generationen auf dieser Erde leben müssen, und dies in einer intakten Umwelt. Sie bemühen sich, das geologische Erbe nicht nur der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und es zu erhalten. Sie nutzen es auch nachhaltig. Und – was für den Geotourismus ein wichtiger Bestandteil seines Wirkens ist – sie vermitteln den Menschen geowissenschaftliche Bildung.

Nachhaltiger Naturtourismus

Das Interesse von Touristinnen und Touristen an Geoparks ist in erster Linie geologisch begründet, bezieht sich aber auf Kultur- und Naturlandschaften. Geotouristinnen und -touristen besuchen je nach Gegend in Deutschland Felsen, Steinbrüche und Kliffs, aber auch Höhlen. Sie sind an Lehrpfaden, Museen oder Bergwerken interessiert. Sie sind deshalb nicht unbedingt dem Ökotourismus zuzuordnen, sondern einem Naturtourismus, der sich als nachhaltig versteht.

Außerdem entwickelte sich seit den 1980er Jahren zunehmend eine Verwissenschaftlichung im Geotourismus. Die Bildung während des Besuchs von Geoparks versachlichte sich, sodass ausgebildete Geowissenschaftler und -wissenschaftlerinnen in der Wissensvermittlung mehr und mehr gefragt waren.

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